Meeresspiegel könnte bis zum Jahrhundertende um einen Meter steigen


Experte: „Was wir heute innerhalb weniger Jahrzehnte tun, bestimmt den Meeresspiegelanstieg für viele Jahrhunderte“

DERSTANDARD

Feuchter Kirchgang im Norden Portugals. Foto: REUTERS/Jose Manuel Ribeiro

Das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) präsentierte diese Woche die Ergebnisse einer Umfrage unter gut hundert Experten für die Entwicklung des Meeresspiegels, wie sie die Zukunft einschätzen. Deren Prognose ist erwartungsgemäß wenig erfreulich: Sollten weiterhin so viele Treibhausgas ausgestoßen werden wie bisher, werde der globale mittlere Anstieg des Meeresspiegels bis zum Jahr 2100 etwa einen Meter betragen – mit entsprechenden Folgen für heutige Küstengebiete, die teilweise dicht besiedelt sind.

Die neuen Risikoabschätzungen liegen im Schnitt höher als die bisher vom Weltklimarat (IPCC) veröffentlichten, die Schwankungsbreite reicht von 0,6 bis 1,3 Meter. Die Wissenschafter zeigen die verbleibenden Unsicherheiten auf, halten aber zugleich frühere Schätzungen des Meeresspiegelanstiegs für zu niedrig. Ihre Prognose basiere auf zunehmendem Wissen über Ozeane, Eismassen und Wasserkreisläufe.

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