Wirres von Dodo Müller


Der konservative Kardinal Müller unterschreibt mit anderen Geistlichen einen Text, der seltsame Thesen zu Covid-19 verbreitet. So warnt er vor der „Schaffung einer Weltregierung, die sich jeder Kontrolle entzieht“.

Annette Zoch | Süddeutsche Zeitung

Foto: Armin Weigel/dpa. Befürchtet die „Schaffung einer Weltregierung, die sich jeder Kontrolle entzieht“: Kurienkardinal Gerhard Ludwig Müller.

Der deutsche Kurienkardinal Gerhard Ludwig Müller hat gemeinsam mit anderen konservativen Geistlichen und Intellektuellen einen „Aufruf für die Kirche und für die Welt an Katholiken und alle Menschen guten Willens“ unterzeichnet, in dem unter anderem die Ansteckungsgefahr von Covid-19 angezweifelt wird.

Die Unterzeichner beklagen, dass „unter dem Vorwand der Covid-19-Epidemie“ Bürgerrechte wie das Recht auf Religionsfreiheit und freie Meinungsäußerung eingeschränkt würden. Im Stile von Verschwörungstheoretikern unken sie von Kräften, die daran interessiert seien, in der Bevölkerung Panik zu erzeugen, um damit „dauerhaft Formen inakzeptabler Freiheitsbegrenzung und der damit verbundenen Kontrolle über Personen und der Verfolgung all ihrer Bewegungen“ durchzusetzen.

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