Forscher entwickeln Quantenradar


Geschärfter Blick: Verschränkte Photonen könnten Radarmessungen künftig stark verbessern. Denn die gekoppelten Signale ermöglichen es, selbst schwach reflektierende Objekte in verrauschter Umgebung sichtbar zu machen – und das mit nur minimaler Radarleistung. Forscher haben einen ersten Prototyp dieser sogenannten Quantenillumination entwickelt und erfolgreich getestet. Anwendungen sehen sie in Sicherheitsscannern, aber auch in der biomedizinischen Bildgebung.

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Prototyp eines Quantenradars – er ermöglicht eine Radarmessung mit verschränkten Mikrowellen-Photonen © IST Austria/ Philip Krantz

Ob bei der Überwachung des Luftraums, der Durchleuchtung von Eis und Boden oder der Ortung von Stürmen: Radartechnik kann mithilfe reflektierter Mikrowellen auch nicht sichtbare Objekte und Strukturen sichtbar machen. Allerdings gibt es Bereiche, in denen diese Form der Mikrowellen-Ortung bislang zu ungenau ist und versagt. Das ist meist dann der Fall, wenn ein Radar bei sehr kleinen Signalleistungen arbeitet – beispielsweise bei Sicherheitsscannern oder auch der biomedizinischen Bildgebung. Dann haben diese Systeme Schwierigkeiten, die schwache vom Objekt reflektierte Strahlung vom Hintergrundstrahlungsrauschen zu unterscheiden.

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