Seehofer gerät weiter unter Druck


Grenzkontrollen reißen Regionen auseinander, die über Jahrzehnte verschmolzen sind. Die Kritik an der Linie von Innenminister Seehofer wird lauter.

Albrecht Meier | DER TAGESSPIEGEL

In Deutschland verstärkt sich der Druck auf Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU), die an den Grenzen zu Dänemark, Frankreich, Luxemburg, der Schweiz und Österreich verhängten Kontrollen weiter zu lockern. Während diese Grenzen für Berufspendler, medizinisches Personal und den Warenverkehr offen stehen, müssen grenzüberschreitende Verwandtenbesuche während der Coronakrise in vielen Fällen warten.

Zwar wurden am Sonntag die strengen Regeln für einen Tag etwas gelockert. Besuchern aus dem EU-Ausland wurde zum Muttertag die Visite der eigenen, in Deutschland lebenden Mutter als „triftiger Einreisegrund anerkannt“, wie die Bundespolizei mitteilte. Trotz dieser zwischenzeitlichen Erleichterung mehren sich seit Tagen die Forderungen an den deutschen Innenminister, kurzfristig weitere Lockerungen zuzulassen.

Parteiübergreifend wird dabei die Forderung laut, den Menschen in den über Jahrzehnte zusammengewachsenen Grenzregionen möglichst schnell ein Wiedersehen zu ermöglichen.

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