Verquerer Protestmix in Stuttgart: Deutschlands größte Corona-Party


An zahlreichen Orten protestierten Menschen am Samstag gegen den Corona-Lockdown. Der Schwerpunkt der Demonstrationen lag in Stuttgart.

Benno Stieber | taz

Abstandsregeln und Mund-Nasen-Schutz waren bei den Stuttgarter Demonstranten nicht so angesagt Foto: Sebastian Gollnow/dpa

Die Akzeptanz zu Maskenpflicht, Abstandsregeln und sonstigen coronabedingten Einschränkungen scheint bei Teilen der Bevölkerung zu schwinden. Tausende Menschen protestierten am Samstag gegen die Einschränkungen von Grundrechten wegen der Corona-Pandemie. In München waren etwa 3.000 Menschen auf dem Marienplatz versammelt, rund 2.000 kamen in Nürnberg. In Frankfurt am Main, Köln, Gera, Berlin und zahlreichen anderen Städten hatten sich mehrere hundert Menschen versammelt.

Schwerpunkt der Proteste war Stuttgart. Dort hatten Demonstranten sogar die Wahl gehabt zwischen zwei Veranstaltungen – wenn auch mit höchst unterschiedlicher Intention. Wer gegen Ungerechtigkeiten bei der Lastenverteilung in der Coronakrise demonstrieren wollte, konnte zu einer eilends von der Gewerkschaft Verdi, den Fridays for Future, der Linkspartei und antifaschistischen Gruppen organisierten Kundgebung vor dem Cannstatter Kurhaus gehen – und damit gleichzeitig ein Statement gegen Rechts und gegen Verschwörungsideologen abgeben.

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