Achtjährige Haftstrafe wegen eingeredeter Krankheiten rechtmäßig


Eine Mutter, die ihren Kindern Krankheiten eingeredet und so Gelder der Krankenkassen erschlichen hat, muss für acht Jahre ins Gefängnis. Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe hat mit einem am Montag bekanntgegebenen Beschluss die Revision der Frau aus Schleswig-Holstein zurückgewiesen und das Urteil des Landgerichts Lübeck vom 13. November 2019 bestätigt. (AZ: 5 StR 74/20)

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Das Landgericht sah es als erwiesen an, dass die Frau ihren vier Kindern schwere Krankheiten eingeredet und sie teils jahrelang in den Rollstuhl gezwungen hat. Auch Ärzte, Lehrer und Krankenkassen seien von der Frau getäuscht worden. Bei einem Kind hatte die Frau etwa angegeben, dass es an der sogenannten Glasknochenkrankheit leidet.

Nach den Feststellungen der Lübecker Richter soll die Mutter sich so von den Krankenkassen Zahlungen von knapp 80.000 Euro erschlichen haben. Hierzu hatte sie einen Arztbericht gefälscht und bei Ärzten Symptome erfunden.

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