Aus der Tiefe der katholischen Kirche: Zum Teufel mit Corona

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Einen „Aufruf für die Kirche und die Welt“ haben bislang auch 100 Berliner unterschrieben. Das Erzbistum Berlin kommentiert6 diesen Aufruf nicht.

Claudius Prösser | taz

Hilft beten gegen Corona? Foto: picture alliance/Clara Margais/dpa

„Die Wahrheit wird euch befreien“ – so beginnt der „Aufruf für die Kirche und die Welt“, der seit Freitag aus der Tiefe der katholischen Kirche heraus das Christentum verunsichert. Initiiert wurde er von Carlo Maria Viganò, Erzbischof und ehemaliger Nuntius in den USA, unterzeichnet von etlichen Bischöfen und Kardinälen, darunter dem deutschen Gerhard Ludwig Müller, bis 2017 Chef der mächtigen „Glaubenskonkgregation“ des Vatikans.

Die Inhalte sind mittlerweile auch einer größeren Öffentlichkeit bekannt: Die Verfasser, die größtenteils keine leitenden Ämter mehr innehaben, aber klingende Namen tragen, halten den „Alarmismus wegen Covid-19“ für „in keinster Weise gerechtfertigt“. Sie glauben, „dass es Kräfte gibt, die daran interessiert sind, in der Bevölkerung Panik zu erzeugen“ – denn sie arbeiteten an der Schaffung einer „Weltregierung, die sich jeder Kontrolle entzieht“.

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