Corona-Pandemie stürzt US-Kirchen in eine Existenzkrise


Die rund 350.000 Kirchengemeinden in den USA finanzieren sich aus Kollekten und Spenden. Beinahe alle Gottesdienste finden wegen der Corona-Pandemie vorläufig nur online statt. 33 Millionen US-Amerikaner haben ihre Jobs verloren. Das Geld in den Gemeinden wird deshalb knapp.

Konrad Ege | evangelisch.de

Der Nationale Verband der Evangelikalen berichtete Mitte April, dass zwei Drittel der befragten Kirchen Einnahmen verloren hätten. Beinahe die Hälfte der protestantischen Pastoren sprachen bei einer Erhebung des evangelikalen Instituts „Barna Group“ Ende März von einem deutlichen Spendenrückgang. Der Verzicht auf Gottesdienste sei ein „riesiges finanzielles Problem für unsere Kirchen“, sagt die evangelisch-methodistische Bischöfin Cynthia Fierro Harvey im Informationsdienst ihrer Kirche.

„House of Hope“, eine evangelikale Megakirche in Atlanta, verzeichnet nach Angaben ihres Pastors Dewey Smith einen Rückgang um 20 Prozent. Bei Krisen kämen Menschen normalerweise zu den Kirchen mit der Bitte um Hilfe, sagt Smith der Zeitung „The Atlanta Journal-Constitution“. Zum ersten Mal sehe er jedoch, dass es die „Kirchen mit der Angst zu tun bekommen“, vor allem weil sie Verpflichtungen haben oder Hypotheken bezahlen müssen.

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