Die Corona-Krise zwingt Wissenschafter im arktischen Meereis zu einer Pause


Das Forschungsschiff «Polarstern» muss für drei Wochen seinen Platz im Meereis verlassen. Für den Austausch der Besatzung ist ein kompliziertes Manöver nötig.

Sven Titz | Neue Zürcher Zeitung

Die «Polarstern» im arktischen Meereis, direkt daneben das Forschungscamp. Manuel Ernst / Alfred-Wegener-Institut

Wegen der Corona-Krise muss die internationale Arktisexpedition «Mosaic» für ungefähr drei Wochen weitgehend unterbrochen werden. Ursprünglich hätte der deutsche Forschungseisbrecher «Polarstern», der im September 2019 an einer Eisscholle im Arktischen Ozean festgemacht wurde, bis Oktober 2020 dort bleiben sollen – ohne Pause.

Wegen der Pandemie ist es aber derzeit unmöglich, die Forscher, die ihre Schicht in der Arktis eigentlich bereits hinter sich haben, per Flugzeug auszutauschen. Auch ein Transfer mit russischen oder chinesischen Eisbrechern kommt nicht infrage. Diese Schiffe befänden sich derzeit vor der Küste der Antarktis und könnten nicht rechtzeitig in die Arktis gelangen, sagt Markus Rex vom Alfred-Wegener-Institut in Bremerhaven, der Leiter der Expedition.

weiterlesen