Währung stürzt ab: Türkei im perfekten Sturm

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Die Lira verliert dramatisch an Wert. Die Türkei könnte deshalb das erste Schwellenland sein, das an den Folgen von Corona wirtschaftlich kollabiert.

Jürgen Gottschlich | taz

„Angriff auf die Türkei“ oder „Dunkle Mächte greifen die türkische Lira an“ titelten regierungsnahe Zeitungen in den vergangenen Tagen, als die türkische Lira auf ein neues historisches Tief gegenüber dem Dollar absackte. Mehr als 7 Lira, zeitweilig bis zu 7,29 Lira müssen für einen Dollar seit Donnerstag vergangener Woche gezahlt werden. So viel wie noch nie zuvor.

So steuert die Türkei auf ihre zweite Rezession binnen weniger als zwei Jahren zu. Selbst während der Währungskrise im August 2018 stand die Lira noch besser da. Damals war der Grund für den Absturz ein vehementer Streit mit den USA wegen der Geiselnahme eines US-Pastors, der mit der Freilassung des Baptistenpredigers gelöst wurde.

Heute ist ein ganzes Bündel von Ursachen für den Absturz der Lira im Schatten der Corona-Krise verantwortlich, die weit schwieriger zu beseitigen sind als vor zwei Jahren.

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