Wie Weihrauch wirkt


Seit Jahrtausenden gilt der Weihrauch als buchstäblich heilig. Wie sich nun zeigt, hat ein Inhaltsstoff des Weihrauchharzes tatsächlich einen fast magisch wirkenden Effekt: Die Boswelliasäure verwandelt ein körpereigenes Protein, das normalerweise Entzündungen fördert, in eine Version mit hemmender Wirkung. In der Substanz steckt somit Potenzial für die Entwicklung von entzündungshemmenden Arzneimitteln, sagen die Wissenschaftler.

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Eine Substanz aus Weihrauchharz kann offenbar ein Entzündungsenzym umprogrammieren.(Bild: Jan-Peter Kasper)

Den berühmtesten Auftritt hat der Weihrauch im Neuen Testament: Neben Gold und Myrrhe schenkten die Heiligen Drei Könige dem Jesuskind Weihrauch. Diese Geschichte verdeutlicht, wie kostbar das Harz der Boswellia-Bäume damals eingeschätzt wurde. Über Jahrtausende hinweg besaß der Weihrauch in vielen unterschiedlichen Kulturen neben der kultischen auch eine medizinische Bedeutung. Dies basierte auf Wirkungen, die mittlerweile wissenschaftlich belegt wurden und zunehmend in den Fokus der Forschung rücken: „Das aus dem Weihrauchbaum gewonnene Harz enthält entzündungshemmende Substanzen, die es untere anderem für die Therapie von Krankheiten wie Asthma, rheumatoider Arthritis oder Neurodermitis geeignet machen“, sagt Oliver Werz von der Friedrich-Schiller-Universität Jena.

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