Dodo Müller sieht sich nicht als Verschwörungstheoretiker: „In der Tat stammt keine einzige Zeile von mir“


Kardinal Müller wehrt sich gegen den Vorwurf, er verbreite Verschwörungsmythen. Er hatte vergangene Woche einen Appell von Erzbischof Viganò unterzeichnet. Normalerweise unterschreibe er solche Aufrufe nicht, stellt er nun klar.  

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„Man gesteht einander einfach keinen guten Willen zu“, sagte der frühere Präfekt der römischen Glaubenskongregation, Gerhard Ludwig Kardinal Müller,  im Interview der „Zeit“ (Donnerstag): „Ich verstehe nicht, warum man bei Vorwürfen immer gleich bis zum Äußersten gehen muss.“

Müller hatte vergangenen Freitag einen Appell mit verschwörungstheoretischen Inhalten unterzeichnet. Darin heißt es etwa, die Corona-Pandemie sei nur ein Vorwand, um Bürgerrechte außer Kraft zu setzen, es drohe die Schaffung einer Weltregierung. So ernst der Kampf gegen Covid-19 sein möge, dürfe er nicht „als Vorwand zur Unterstützung unklarer Absichten supranationaler Einheiten dienen, die sehr starke politische und wirtschaftliche Interessen verfolgen“.

Die Einschränkungen der Religionsausübung werden abgelehnt. Verfasser des Papiers ist Erzbischof Carlo Maria Viganò, ein scharfer Kritiker von Papst Franziskus. 

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