Forscher entdecken größten Schildvulkan der Erde


Zwei klitzekleine Felsinseln im Nordpazifik stellen die Spitzen eines gewaltigen Einzelvulkans dar, der alle anderen an Größe und Hitze übertrifft

Klaus Taschwer | DERSTANDARD

Die Spitzen eines Eisbergs, ähm … Riesenvulkans: Die Gardner Pinnacles sind winzige Inselchen nordwestlich von Hawaii. Foto: NOAA

Es kommt natürlich wie immer darauf an, wie man misst. Aber gemeinhin gilt der Mauna Loa auf Hawaii nicht nur als der flächengrößte aktive Vulkan der Erde, sondern mit insgesamt rund 9.200 Metern Gesamthöhe (also rund 5.000 Metern Unterwasserhöhe samt 4.170 Metern über dem Meeresspiegel) als der höchste Berg unseres Planeten. Eine Studie aus dem Jahr 2013 schätzt das Volumen des Mauna Loa auf 83.000 Kubikkilometer Vulkangestein.

Diesen Rekord als flächengrößter und voluminösester Vulkan machte dem Mauna Loa vor einigen Jahren das submarine Tamu-Massiv im Pazifik bei Japan streitig – mit einer gewaltigen Fläche von 650 mal 450 Kilometern und fast sieben Millionen Kubikkilometern Gestein. Doch heute geht man davon aus, dass sich dieses etwa vier Kilometer hohe Massiv nicht über einer einzigen Magmaquelle gebildet hat. Das Tamu-Massiv ist damit also kein Schildvulkan wie der Mauna Loa, dessen schildartige Form durch den Austritt dünnflüssiger Lava zustande kommt.

weiterlesen