Wasserstoff brennt fraktal


Geometrische Flammen: Wasserstoff entfaltet beim Brennen eine verblüffende Fähigkeit, wie ein Experiment enthüllt. Lässt man dem Gasfeuer kaum noch Raum, bilden die Flammen ein fraktales Muster – verzweigte, selbstähnliche Strukturen. Das ermöglicht es dem Wasserstoff, selbst in millimeterdünnen Ritzen und bei niedrigen Wasserstoffkonzentrationen weiter zu brennen. Dieses physikalisch spannende Phänomene macht das Gas allerdings noch feuergefährlicher.

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Dieses fraktale Muster erzeugt brennender Wasserstoff, wenn er in einer sehr engen Spalte entzündet wird. © F. Veiga-López et al., Phys. Rev. Lett. 124, 174501 (2020)

Wasserstoff ist nicht nur das leichteste chemische Element, das Gas gilt auch als klimafreundlicher Energielieferant der Zukunft. Denn H2 lässt sich zur Stromgewinnung, zum Heizen und als Kraftstoff für Antriebe nutzen – und bei der Verbrennung entsteht nur Wasser. Doch es gibt ein Risiko: Wasserstoff ist leicht entzündlich und kann bei der unkontrollierten Reaktion mit Sauerstoff eine Explosion auslösen. Umso wichtiger ist es, sein Brennverhalten genau zu kennen.

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