Magenschutzmittel könnte Covid-19-Symptome lindern

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Ein unscheinbares Medikament gegen Sodbrennen scheint den Verlauf der Krankheit günstig zu beeinflussen. Für eine Therapieempfehlung ist es aber noch zu früh.

Werner Bartens | Süddeutsche Zeitung

Foto: AFP. Patienten, die das Mittel bekommen hatten, mussten nur halb so oft intubiert werden wie andere Covid-19-Patienten.

Während der Pandemie über aussichtsreiche Kandidaten für eine Therapie oder Impfung zu berichten, ist heikel. Neue Studien erscheinen zwar gerade in großer Zahl, doch die meisten können nur erste Hinweise und vorläufige Ergebnisse liefern, die nicht von Fachleuten begutachtet wurden. Zudem fehlen naturgemäß noch die Langzeitbeobachtungen und aussagekräftige Vergleiche. Manches Medikament, das anfangs als Hoffnungsträger gefeiert wurde, ist gerade auf dem besten Weg zum Rohrkrepierer – das passiert übrigens nicht nur Mitteln, die Donald Trump empfohlen hat.

Unter diesem Vorbehalt ist es dennoch erstaunlich, wie ein altbekanntes, unspektakuläres Magenmittel derzeit von sich reden macht. Über das Medikament Famotidin liegt eine neue klinische Studie von Ärzten und Wissenschaftlern aus New York auf einem Preprint-Server vor, die aufhorchen lässt.

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