Staatsanwaltschaft Freiburg hat Missbrauchsstudie aufgearbeitet


Für die Jahre 1946 bis 2014 verwies die sogenannte MHG-Studie der deutschen Bischöfe auf 190 Missbrauchsfälle im Gebiet des Erzbistums Freiburg. Nun hat die Staatsanwaltschaft ihre Prüfungen und Ermittlungen dazu abgeschlossen. Das ist das Ergebnis.

katholisch.de

Die Staatsanwaltschaft Freiburg hat ihre Prüfungen und Ermittlungen zu sexuellen Missbrauchsfällen im Erzbistum Freiburg bis auf einen Fall abgeschlossen. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft vom Donnerstag gab es bei 139 Fällen keine weiteren Ermittlungen, weil die mutmaßlichen Täter tot sind. 97 Fälle wurden weiter verfolgt: Gegen 52 Personen sowie in 11 Verfahren gegen Unbekannt wurden Ermittlungen eingeleitet. Hinzu kamen 34 Verfahren, die die Generalstaatsanwaltschaft Karlsruhe nach Freiburg überwies, weil sie ebenfalls das Gebiet der Erzdiözese betreffen.

Hintergrund ist eine von der Kirche in Auftrag gegebene bundesweite Studie zu Missbrauch. Für die Jahre 1946 bis 2014 verwies die sogenannte MHG-Studie auf 190 Fälle im Gebiet der Diözese Freiburg. Zu den Tatvorwürfen gehörten Beleidigung, Nötigung, Freiheitsberaubung, Kinderpornografie sowie schwerer sexueller Missbrauch von Kindern, Jugendlichen und Schutzbefohlenen. Laut Staatsanwaltschaft lag die Vielzahl der Vorwürfe Jahrzehnte zurück.

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