Zentralrat rät von hessischem Islamunterricht ab


Hessens Kultusminister Lorz bedauert Haltung des Zentralrats der Muslime zu staatlichem Angebot.

Pitt v. Bebenburg | Frankfurter Rundschau

Islamischer Religionsunterricht an einer Grundschule. © Oliver Berg / dpa

Kultusminister Alexander Lorz (CDU) bedauert, dass der Zentralrat der Muslime Eltern davon abrät, ihre Kinder in staatlich organisierten Islamunterricht an hessischen Schulen zu schicken. Er sei mit seiner „Überzeugungsarbeit nicht durchweg erfolgreich“ gewesen, so formulierte es Lorz am Mittwoch im kulturpolitischen Ausschuss des Landtags.

Lorz hatte vor zwei Wochen bekanntgegeben, dass Hessen den bekenntnisorientierten Religionsunterricht in Zusammenarbeit mit der türkisch-islamischen Organisation Ditib zum Ende des Schuljahres aussetzen werde. Ditib sei als Partner nicht mehr geeignet, da der Landesverband nicht ausreichend unabhängig vom türkischen Staat sei, argumentierte der Kultusminister.

Hessen bietet muslimischen Schülerinnen und Schülern, die bisher an diesem Religionsunterricht teilgenommen haben, künftig einen Islamunterricht an, der vom Staat ohne Zusammenarbeit mit einer Religionsgemeinschaft organisiert wird. Er soll die Schülerinnen und Schüler nach den Worten des Ministers „neutral“ über die Religion informieren und nicht wie der übliche Religionsunterricht mit einem „Wahrheitsanspruch“ auftreten. Auch neue Schüler können sich für diesen Unterricht anmelden, wenn er an ihrer Schule angeboten wird.

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