Brandenburger Landeschef Kalbitz nicht mehr AfD-Mitglied


Der Bundesvorstand der AfD hat die Mitgliedschaft des Brandenburger Landeschefs Kalbitz für nichtig erklärt. Er ist eines der bekanntesten Gesichter der parteiinternen Rechtsnationalisten. Gegen den faktischen Ausschluss will er vorgehen.

tagesschau.de

Andreas Kalbitz | Bildquelle: SASCHA STEINBACH/EPA-EFE/REX

Der AfD-Bundesvorstand hat die Mitgliedschaft von Andreas Kalbitz, dem AfD-Landesvorsitzenden in Brandenburg, für nichtig erklärt. Das bestätigte Parteisprecher Bastian Behrens. Laut ARD-Korrespondent Martin Schmidt beschloss der Vorstand mit 7 Stimmen dafür, fünf Stimmen dagegen und einer Enthaltung die Annullierung von Kalbitz‘ Parteimitgliedschaft.

Aus Sicht des Bundesvorstands sei Kalbitz nicht wirksam Parteimitglied geworden, „deswegen erlischt die Mitgliedschaft“, sagte Behrens.

Verteter des „Flügels“

Der 47-jährige Kalbitz war seit 2017 Mitglied des AfD-Bundesvorstands. Er ist neben dem Thüringer AfD-Landeschef Björn Höcke der bekannteste Vertreter der rechtsnationalen Strömung der Partei – lange Zeit als der „Flügel“ bekannt.

Nach der Ankündigung des Verfassungsschutzes, den „Flügel“ künftig zu beobachten, gaben die Vertreter dessen Auflösung bekannt. Der AfD-Bundesvorstand strebt nun nach eigenen Angaben eine Abstoßung der Rechtsnationalisten aus den eigenen Reihen an.

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