Einblick in den Code der Karnivoren


Pflanzen mit Appetit auf Fleisch: Wie haben die Karnivoren ihre bizarren Fähigkeiten zum Fang von Insekten hervorgebracht? Überraschende Informationen liefern dazu nun die Genome von Venusfliegenfalle, Sonnentau und Wasserfalle. Interessante Prozesse der genetischen Anpassungen bildeten demnach die Grundlage für die Entwicklung ihrer rabiaten Ernährungsweise.

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Forscher haben das Erbgut der fleischfressenden Pflanzen Venusfliegenfalle (links), Sonnentau (Mitte) und Wasserfalle (rechts) entschlüsselt. (Bild: Dirk Becker / Sönke Scherzer)

Viele Tiere fressen Pflanzen – doch rund 600 Pflanzenarten haben den Spieß umgedreht: Mit raffinierten Fallensystemen machen sie Jagd auf Insekten. Dadurch haben sie Wachstumsvorteile an Standorten, wo der Boden nur wenig Nährstoffe bietet. Um Fliege, Ameise und Co zu fangen, haben diese sogenannten Karnivoren unterschiedliche Strategien entwickelt: Einige stellen Fallgruben auf, andere kleben und manche schnappen nach ihrer Beute. Nach einem Jagderfolg zerlegen Verdauungsflüssigkeiten die Opfer, sodass sich die Pflanzen die Nährstoffe einverleiben können.

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