Zusammenarbeit mit Freunden bringt Entspannung – auch bei Affen


Kooperiert man mit Freunden, so kann das beruhigend wirken: Das ist beim Menschen so, und ebenso bei manchen Affenarten, wie nun Wissenschafter der Universitäten Wien und Utrecht (Niederlanden) im Fachjournal „Open Science“ der Royal Society berichten.

DERSTANDARD

Der Spiegel des Hormons Cortisol, ein Indikator für Stress, nimmt ab, wenn die Affen mit einem befreundeten Gruppenmitglied zusammenarbeiten. Foto: Animal Ecology, Universiteit Utrecht

Bei der Untersuchung des Sozialverhaltens von Javaneraffen zeigte sich, dass der Spiegel des Stresshormons Cortisol abnimmt, wenn die Tiere mit einem befreundeten Gruppenmitglied zusammenarbeiten.

Zahlreiche Tierarten – von Schimpansen über Löwen und Raben bis zu Buntbarschen oder Wespen – kooperieren mit Artgenossen in verschiedenen sozialen Zusammenhängen, etwa bei der Verteidigung des Territoriums oder bei der Jagd. Dazu benötigen Individuen eine Reihe kognitiver Fähigkeiten, die es ihnen ermöglichen, etwa ihre Partner zu erkennen und einzuschätzen, die räumliche Nähe anderer zu tolerieren, ihre Handlungen mit anderen zu koordinieren, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen, und dabei manchmal auch geringere unmittelbare Gewinne zu akzeptieren.

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