DSGVO-Beschwerde: Datenschützer hält Android-Tracking für hochproblematisch


Bürgerrechtler haben Beschwerde gegen die Android Advertising ID eingereicht, die Google laut einem Datenschutzbeauftragten sehr ernst nehmen sollte.

Stefan Krempl | heise online

Der Hamburgische Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar hat „erhebliche datenschutzrechtliche Zweifel“ an der Android Advertising ID (AAID) von Google. Das Zurücksetzen der Smartphone Kennung durch den Nutzer „ändert nichts an den Grundbedingungen des Trackings und vermittelt keine wirksame Kontrolle durch die Nutzer“, erklärte der Jurist gegenüber heise online. Eine freiwillige Einwilligung in dieses Nachverfolgen von Nutzerspuren sei schwer erkennbar.

Ein österreichischer Android-Anwender legte vorige Woche mit Unterstützung der Wiener Bürgerrechtsorganisation Noyb.eu eine formelle Beschwerde gegen Google auf Basis der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) bei der nationalen Datenschutzbehörde ein, da Nutzer über die AAID ohne gültige rechtliche Grundlage ausspioniert werden könnten. Die damit gesammelten Daten würden „an unzählige Dritte im Werbe-Ökosystem weitergegeben“, argumentieren die Aktivisten. Der User habe über das Verfahren letztlich keine Kontrolle.

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