Konflikt um mutmaßlichen Bremer Hassprediger geht weiter


Der Kirchenvorstand der evangelisch-konservativen St.-Martini-Gemeinde in Bremen hat die Einleitung eines Disziplinarverfahrens gegen ihren umstrittenen Pastor Olaf Latzel scharf kritisiert. Das Verfahren sei ein unverhohlener Angriff auf die unbeschränkte Glaubens-, Gewissens- und Lehrfreiheit, die den Gemeinden in der Verfassung der Bremischen Evangelischen Kirche garantiert sei, heißt es in einer Stellungnahme, die der Vorstand auf der Internetseite der Gemeinde veröffentlichte.

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Der leitende Kirchenausschuss hatte das Verfahren in der vergangenen Woche gestartet, weil sich Latzel homosexuellen Menschen gegenüber beleidigend geäußert und sie als Verbrecher bezeichnet hatte. „Derartige Entgleisungen schaden dem Ansehen der ganzen Kirche erheblich“, begründete das Gremium seine Entscheidung.

Der Vorstand der St.-Martini-Kirchengemeinde bestreitet die Rechtmäßigkeit des Beschlusses des Kirchenausschusses. Sanktionen, die im Zuge des Verfahrens möglicherweise ausgesprochen würden, akzeptiere die Gemeinde nicht, kündigte Jürgen Fischer als leitender Repräsentant des Vorstandes an.

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