Von CDU bis Linkspartei – die Zweifler melden sich


Welche Wirkung haben die Corona-Proteste auf die Politik? Viele Verantwortliche ärgern sich über die Hetze – vereinzelt aber zeigt sich Sympathie.

Georg Ismar | DER TAGESSPIEGEL

Schmaler Grat. Die Politik muss trennen zwischen der Kaperung der Proteste und berechtigten Sorgen und Zweifeln vieler Bürger.Foto: Sebastian Gollnow/dpa

Michael Kretschmer bekommt einiges zu hören, als er mit dem Fahrrad bei den Corona-Protesten in Dresden vorbeischauen will. „Verpiss dich“, „Corona, die Jahrhundertlüge“, schallt es dem sächsischen Ministerpräsidenten entgegen.

Seit Jahren gehört es zu seinem politischen Rezept, vor Ort mit den Bürgern das Gespräch zu suchen, auch mit erklärten Gegnern.

Doch hier stößt der CDU-Politiker an Grenzen – die sächsische SPD-Politikerin Sophie Koch fordert von Kretschmer gar eine Entschuldigung, dass er „schon wieder mit Rechten redet“. Das müsse in der Koalition besprochen werden.

So wie sich die Proteste nicht auf einen Nenner bringen lassen und Zweifel am Corona-Kurs sich auch durch Parteien fressen, wird die Frage nach dem richtigen Umgang mit den Kritikern und Zweiflern immer virulenter.

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