Anschlag am Breitscheidplatz: Was wusste man in Schwerin?

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Ein Verfassungsschützer aus Mecklenburg-Vorpommern behauptet, brisante Informationen zum Anschlag auf dem Breitscheidplatz seien geheim gehalten worden. Nun will sich der Bundestags-Untersuchungsausschuss mit dem Fall befassen.

Florian Flade | tagesschau.de

Nach dem Anschlag auf dem Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz | Bildquelle: REUTERS

Der Vorgang ist einigermaßen ungewöhnlich. Im Oktober 2019 schrieb ein Mitarbeiter des Verfassungsschutzes in Mecklenburg-Vorpommern an den Generalbundesanwalt in Karlsruhe. In seiner Behörde in Schwerin seien wichtige Informationen zum Terroranschlag auf dem Berliner Breitscheidplatz unter Verschluss gehalten worden, so der Verfassungsschützer. Er wolle dazu Angaben machen und stehe gerne für weitere Fragen zur Verfügung.

Der Mann wurde schließlich befragt. Am 8. November 2019, von den Staatsanwälten aus Karlsruhe und zwei BKA-Beamten. Mehrere Stunden soll das Gespräch gedauert haben. Seitdem ermittelt der Generalbundesanwalt, wie WDR und Süddeutsche Zeitung kürzlich berichtet hatten.

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