Auch im Schlaf hört unser Gehirn noch zu


Wachsames Denkorgan: Im Schlaf bekommen wir zwar nichts von unserer Umwelt mit, unser Gehirn aber schon, wie nun ein Experiment enthüllt. Demnach kann das Gehirn selbst im Schlaf sinnvolle Sprache von unsinnigem Plappern unterscheiden. Das Überraschende jedoch: Während die sinnvollen Reize in den meisten Schlafphasen bevorzugt verarbeitet werden, kehrt sich dies beim aktiven Träumen um, wie die Forscher im Fachmagazin „Current Biology“ berichten. Warum, ist bislang offen.

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Selbst im Schlaf verarbeitet unser Gehirn, was wir hören. Doch wir bekommen davon nichts mit.. © Hank Grebe

Schlaf ist für Körper und Geist unverzichtbar. Denn während der Körper ruht, nutzt unser Gehirn die Pause, um Erinnerungen zu sortieren und abzuspeichern, die Synapsen neu zu kalibrieren und Abfallstoffe auszuschwemmen. Damit das Gehirn in dieser Zeit nicht gestört wird, nehmen wir während des Schlafs nur noch eingeschränkt Reize der Außenwelt wahr: Der Wecker dringt meist durch, der Verkehrslärm oder das Sprechen des Partners dagegen oft nicht.

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