Protein-Nahrung aus Luft und Mikroben


Alternative zur Landwirtschaft? Künftig könnte ein Teil unserer Nahrungsproteine nicht mehr aus Fleisch oder Pflanzen kommen, sondern aus mikrobieller Produktion. Dabei erzeugen Bakterien oder Hefen Proteine aus Grundbausteinen wie Wasserstoff, Ammoniak und Kohlendioxid. Durch eine Kombination dieser Biosynthese mit elektrochemischen Verfahren könnten solche „Power-to-Protein“-Ansätze sogar energiearm und nur mit Luft und Abwasser arbeiten.

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Noch sind die meisten „Power-to-Protein“-Ansätze kaum über den Labormaßstab hinaus – doch das könnte sich ändern. © borzywoj/ iStock

Ohne Proteine geht es nicht: Eiweißreiche Nahrungsmittel sind ein unverzichtbarer Bestandteil der menschlichen Ernährung. Doch ihre Produktion ist problematisch: „Vor allem die Viehhaltung zur Herstellung von tierischem Protein verbraucht viel Landfläche, fossile Rohstoffe, Phosphor und Wasser. Sie führt außerdem zu enormen Mengen klimaschädlicher Emissionen“, erklärt Lars Angenent von der Universität Tübingen. Der intensive Anbau von Nutzpflanzen wiederum fördert die Zerstörung natürlicher Lebensräume, Monokulturen und den oft massiven Einsatz von Pestiziden.

„Wir befinden uns mit der derzeitigen Nahrungsmittelproduktion in einer vielschichtigen Krise“, sagt Angenent.

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