Wildtierzucht in China: Kräuter statt Katzen


Verzehr und Handel mit Wildtieren sind in China seit der Corona-Pandemie verboten. Nun bieten zwei Provinzen Zuchtbetrieben Prämien für den kompletten Ausstieg an. Eine Alternative haben sie auch im Blick.

tagesschau.de

Larvenroller werden auf einem Fleischmarkt für Wildtiere in Guangzhou (China) angeboten. | Bildquelle: picture-alliance / dpa/dpaweb

Wo das Coronavirus seinen Ursprung nahm, ist zwischen den USA und China eine zunehmend aggressiv geführte Streitfrage. Ungeachtet dessen bleibt in der Volksrepublik der Handel mit und Verzehr von Wildtieren verboten. Ein Wildtiermarkt in Wuhan gilt international als ein möglicher Ursprungsort der Pandemie.

Nun bieten zwei Provinzen Zuchtbetrieben eine Entschädigung für den Verzicht auf Haltung und Verkauf wilder Tiere. Wie die staatliche chinesische Nachrichtenagentur China News berichtet, lobt die Provinz Hunan Entschädigungszahlungen für insgesamt 14 Wildtierarten aus, die sich in der Höhe nach der jeweiligen Spezies richten.

So sollen die Haltern von Bambusratten 75 Yuan (umgerechnet 9,70 Euro) pro Kilogramm und den Haltern von Zibetkatzen 600 Yuan (77 Euro) pro Tier erhalten. In der benachbarten Provinz Jiangxi soll es nach dem Bericht einer Regionalzeitung, aus dem die Nachrichtenagentur AFP zitiert, einen Unterstützungsfonds für Umstellungswillige geben.

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