Corona-Krise: Politiker stellen Impfstoff-Forderung – und blitzen bei der Pharmaindustrie gnadenlos ab


Weltweit fiebern Menschen dem Impfstoff gegen das Coronavirus entgegen. Die Politiker wollen bei der Verteilung den fairstmöglichen Weg gehen – doch der ist wohl versperrt.

Marcus Giebel | Frankfurter Rundschau

Die Corona-Krise hat viele unliebsame Begleiterscheinungen mit sich gebracht. Plötzlich durften Millionen Bürger ihr Grundstück nur noch aus triftigen Gründen verlassen, Treffen mit Freunden oder Bekannten wurden bundesweit untersagt*. Hinzu kam das ungewohnte Abstandhalten zu anderen, selbst liebgewonnenen Mitmenschen, das wohl noch monatelang unser tägliches Leben prägen wird. Ganz zu schweigen von dem mittlerweile allgegenwärtigen Mundschutz*.

Genauso ungewohnt beim Kampf gegen die Ausbreitung der Pandemie war aber auch: Sie war weitestgehend eine nationale Angelegenheit, jedes Land im Grunde auf sich allein gestellt. Mit ganz wenigen Ausnahmen – etwa der Behandlung von Covid-19-Ernstfällen aus Italien oder Spanien in deutschen Kliniken – gab es keinerlei Kooperationen untereinander. Schlicht aus Selbstschutz. Denn sonst wäre die Gefahr gestiegen, dass sich das neue Coronavirus noch rascher über den Globus verteilt und so manches Gesundheitssystem in die Knie zwingt.

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