Liberale Muslime gegen Kritik an Entscheidung zu Reli-Unterricht


Der Liberal-Islamische Bund hat sich in die Debatte um den islamischen Religionsunterricht in Hessen eingeschaltet. Man brauche einen „fachdidaktisch professionell konzipierten und aufbereiteten Islamunterricht“. Moscheen könnten das nicht bieten.

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Ende April hatte das Bundesland entschieden, einen solchen Unterricht in Zusammenarbeit mit dem Moscheeverband Ditib ab dem kommenden Schuljahr nicht mehr zu erteilen. An diesem Schritt entzündete sich Kritik des Koordinationsrats der Muslime in Deutschland (KRM), gegen die sich wiederum der LIB wendet.

„Das Misstrauen, das gegen den religiös-weltanschaulich neutralen deutschen Staat beziehungsweise gegen die Lehrkräfte des Islamkunde-Unterrichts geschürt wird, ist jedenfalls unbegründet und unangebracht“, erklärte der Verband in Hamburg.

Vertrauen in Islamkunde-Unterricht stärken

„Solange ein bekenntnisgebundener Religionsunterricht an öffentlichen Schulen aus juristischen Gründen nicht geboten werden kann, sollte dem islamkundlichen Unterricht als Mindestlösung eine Chance gegeben und gegen diesen beziehungsweise gegen dessen Lehrkräfte nicht ohne Grund Misstrauen geschürt werden“, hieß es. Insgesamt zeigten die Stellungnahmen der KRM-Verbände „kein verantwortungsvolles und konstruktives Verhalten“, und es mangele an substanziellen inhaltlichen Argumenten.

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