Mandat französischer Missbrauchskommission verlängert: Mehr Zeit wegen Corona


Die Kommission arbeitet seit Februar 2019 und soll die Missbrauchsfälle in Frankreich aufarbeiten. Wegen der Corona-Pandemie wurde jetzt die Frist für Betroffene verlängert, sich bei der Kommission zu melden.

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Missbrauchsopfer in Frankreich haben fünf Monate länger Zeit, sich bei der Kommission zur Aufklärung von sexuellem Missbrauch in der katholischen Kirche in Frankreich (CIASE) zu melden. Das Mandat des Vorsitzenden der Kommission, Jean-Marc Sauve, werde um fünf Monate bis zum 31. Oktober 2020 verlängert, berichtete die französische Zeitung „La Croix“ am Donnerstagabend. Grund dafür sei die Corona-Krise. Ursprünglich hatten mutmaßliche Opfer Zeit bis Juni, um ihre Fälle bei der Kommission anzuzeigen.

Geplant waren zudem größere Veranstaltungen zum Thema Missbrauch in Lyon, Dijon, Aix-en-Provence, Rouen und Bastia. Sie mussten aufgrund der Krise abgesagt werden. Der Bericht der Missbrauchskommission soll nun im September oder Oktober 2021 vorgelegt werden, heißt es in französischen Medienberichten.

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