Was die „Monster AG“ mit Kinderblut trinkenden Eliten und Heidi Mund zu tun hat


Die Frankfurter Ex-Pegida-Aktivistin Heidi Mund wird in Corona-Zeiten wieder aktiv. Gruselige Verschwörungstheorien um Adrenochrom inklusive. Ein Kommentar.

Katja Thorwarth | Frankfurter Rundschau

Das Coronavirus spült die Verschwörungs-Schwurbler wieder nach oben. © picture alliance/dpa/Boris Roessler

In Frankfurt am Main erinnert man sich noch gut an sie. Jeden Montag stand Heidi Mund 2015 vor der Katharinenkirche, später auf dem Roßmarkt, schließlich auf dem Römer, um die Frankfurter „Pegida“ innerhalb von fünf Monaten auf eine völkische Bewegung ohne Volk herunterzukochen.

Die große Verschwörung in Corona-Zeiten

Die „Frau nach dem Herzen Gottes“, wie sie sich selbst liebevoll umschreibt, hatte schließlich den Straßenkampf aufgegeben, und sich – bis auf kleinere punktuelle Auftritte – ihren Online-Aktivitäten gewidmet. Doch sie ist, Corona sei Dank, wieder da, Heidi Mund, die durch ihre bizarr-überdrehten Reden eine gewisse Bekanntheit erlangt hat.

Wer kennt zum Beispiel nicht ihren Auftritt in der evangelischen Gedächtniskirche Speyer, als sie während einer gemeinsamen Messe von Christen und Muslimen von der Empore herunter greinte, die Deutschlandfahne als mahnendes Schild gen Himmel gestreckt: „Jesus Christus allein ist Herr über Deutschland. Ich zerbreche diesen Fluch. Und ich stehe hier, und ich kann nicht anders“, bis sie schließlich – „fassen Sie meine Fahne nicht an“ – des Gotteshauses verwiesen wurde.

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