Alarmstufe Braun in der Spree: Umweltverbände warnen vor ökologischer Katastrophe


Die Sulfat-Werte der Spree sind zu hoch. Wird der Sommer wieder sehr trocken, wäre die Trinkwasserversorgung im Raum Frankfurt (Oder) gefährdet.

Sandra Dassler | DER TAGESSPIEGEL

Die Belastung der Spree mit Sulfat entsteht vor allem durch die Einleitung von Grundwasser aus den Tagebauen der Lausitz.Foto: Patrick Pleul/dpa

Es könnte der dritte extrem trockene Sommer in Brandenburg werden. Landwirte sind besorgt, Feuerwehrleute alarmiert und Umweltverbände warnen vor einer ökologischen Katastrophe – unter anderem auch durch die hohe Sulfatbelastung der Spree.

Die steige durch die anhaltende Trockenheit sogar noch an und gefährde unter anderem die Trinkwasserversorgung im Raum Frankfurt (Oder), sagt René Schuster von der Bundeskontaktstelle Braunkohle der Grünen Liga dem Tagesspiegel: „Das Land muss endlich handeln und den Tagebaubetreiber Leag zum Verursacher der Sulfatbelastung erklären, damit dieser seiner Verantwortung nachkommt.“

Das bedeute zum einen, die Sulfateinträge aus den von der Lausitz Energie Bergbau AG (Leag) betriebenen aktiven Tagebauen zu senken und zum anderen, sich an den Kosten für die Sanierung eines Wasserwerks in Müllrose bei Frankfurt (Oder) zu beteiligen.

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