Australopithecus sediba: Hände wie ein Orang-Utan, Daumen wie ein Mensch


Zwei Millionen Jahre alte Handknochen von Australopithecus sediba zeugen vom Übergang des Lebens in den Bäumen zur bodenständigen Existenz

DERSTANDARD

Überreste eines Australopithecus sediba, der vor rund zwei Millionen Jahren im heutigen Südafrika lebte. Foto: EPA/LARRY W. SMITH

Die Vorfahren der Menschen schwangen sich nicht unwiderruflich von den Bäumen und nutzten fortan ihre Hände zum Werken, sondern taten zunächst beides, berichtet ein Forscherteam mit österreichischer Beteiligung im Fachblatt „Nature Ecology and Evolution“. Die Fingerknochenstruktur eines zwei Millionen Jahre alten Menschenartigen zeigt, dass er kletterte, jene des Daumens, dass er mit Dingen hantierte.

Das Team um Christopher Dunmore von der Universität Kent untersuchte mittels hochauflösender Computertomographie (CT) die Innenstruktur von Handknochen eines Australopithecus-sediba-Individuums, das vor knapp zwei Millionen Jahren in Südafrika gelebt hat. Dass Australopithecus sediba bereits aufrecht gehen konnte, ist schon länger bekannt. Wie er seine verhältnismäßig langen Armen einsetzte, ist dagegen noch ungeklärt.

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