Malariamittel erhöhen Sterblichkeitsrate bei Covid-19-Patienten


Laut einer US-Studie erhöhen zwei Malariamittel die Sterblichkeitsrate und zeigen keinen Nutzen bei Corona-Erkrankung. Trotzdem setzen Brasilien und US-Präsident Trump auf das Medikament.

DER TAGESSPIEGEL

Ein Apotheker zeigt in einer Apotheke im US-amerikanischen Ort Davenport Mitte April Dosen mit dem Medikament Hydroxychloroquin…Foto: Kevin E. Schmidt/Quad-City Times via ZUMA Wire/dpa

Covid-19-Patienten, die mit den Malariamitteln Hydroxychloroquin und Chloroquin behandelt werden, weisen einer groß angelegten Studie zufolge eine höhere Sterblichkeitsrate auf. „Hydroxychloroquin und Chloroquin zeigen keinen Nutzen bei Covid-19-Patienten“, erklärte Studienautor Mandeep Mehra vom Brigham and Women’s Hospital der Harvard Medical School in Boston am Freitag. Vielmehr wiesen die erhobenen Daten auf ein erhöhtes Sterberisiko hin. Zudem erhöhten die Medikamente das Risiko für Herzrhythmusstörungen.

Ein Forschungsteam der Harvard Medical School in Boston und des Herzzentrums am Universitätsspital Zürich hatte für die am Freitag in der Fachzeitschrift „The Lancet“ veröffentlichte Studie die Daten von 96.000 Patienten in hunderten Krankenhäusern weltweit ausgewertet.

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