Corona-Ausbruch in Baptisten-Gemeinde in Frankfurt: Jetzt sind es mindestens 107 Infizierte


Nach dem Gottesdienst einer Baptisten-Gemeinde in Frankfurt haben sich mindestens 107 Menschen mit Corona infiziert. Claus Kaminsky poltert gegen die zuständigen Stellen.

Kerstin Kesselgruber, Jutta Rippegather, Sophia Lother | Frankfurter Rundschau

Nach einem Gottesdienst einer Baptisten-Gemeinde in Frankfurt haben sich mehr als 100 Menschen mit Corona infiziert. © Kerstin Kesselgruber

Die Zahl der Corona-Infektionen nach einem Baptisten-Gottesdienst in Frankfurt vor rund zwei Wochen steigt weiter: Am Sonntagnachmittag (24.05.2020) teilte Hessens Sozialminister Kai Klose mit, dass derzeit 107 Infektionen im Zusammenhang mit dem Gottesdienst bekannt sind. Demnach leben die Menschen in Frankfurt und drei weiteren hessischen Landkreisen. 

„Diese Situation zeigt, wie wichtig es ist, dass wir alle – gerade während der Lockerungen, die jetzt wieder möglich gemacht werden – wachsam bleiben und nicht leichtsinnig werden. Das Virus ist weiterhin da und will sich verbreiten. Unser bester gemeinschaftlicher Schutz ist das Einhalten der Hygiene-, Abstands- und Mund-Nasen-Schutz-Regeln“, appelliert Klose. 

Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) ging sogar noch einen Schritt weiter und kritisierte den Informationsfluss zu dem Infektionsgeschehen: „Das grenzt an organisierte Unverantwortlichkeit.“ So fordert Kaminsky von den zuständigen Stellen, dem Gesundheitsamt des Main-Kinzig-Kreises sowie dem Land Informationen.

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