Strom aus dem Schatten


Es klingt paradox: Forscher haben ein System entwickelt, das Strom aus dem Schatten erzeugt. Das mit Gold beschichtete Siliziummaterial generiert die Elektrizität aus Lichtkontrasten. Liegen Teile dieses „Schatteneffekt-Generators“ im Schatten, andere im Licht, fließen zwischen beiden Bereichen Elektronen, die sich ableiten und nutzen lassen. In einem ersten Test erzeugte das System immerhin 1,2 Volt – genug für eine Taschenuhr.

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Dieser Streifen aus goldbeschichteten Siliziumwafern erzeugt Strom aus dem Kontrast zwischen Licht und Schatten. © Royal Society of Chemistry

Wenn es um die Stromerzeugung aus Licht geht, sind Schatten eher unerwünscht. Denn Solarzellen benötigen möglichst hohe Strahlungsintensitäten um ihre Nennleistung zu erreichen. In schummrigem Licht oder wenn die Photovoltaik-Paneele beispielsweise von Bäumen oder Gebäuden beschattet werden, ist die Stromausbeute dagegen gering. Das liegt auch an einem bislang eher geringen Wirkungsgrad der Solarzellen von rund 20 Prozent.

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