Vertuschungsversuch: UNO-Experten enttarnten Geheim-Mission vor der Küste Libyens


Privatleute aus verschiedenen Ländern wollten 2019 offenbar türkische Schiffe mit Waffen für die libysche Regierung im Kampf gegen General Haftar abfangen

DERSTANDARD

In Libyen (im Bild die Hauptstadt Tripolis) kehrt so schnell keine Ruhe ein. Foto: REUTERS/AYMAN AL-SAHILI

Der verworrene Konflikt in Libyen ist längst zu einem Stellvertreterkrieg einer Reihe von einflussreichen Ländern geworden. Eine von UNO-Experten enttarnte Geheim-Mission privater westlicher Einsatzkräfte – gelenkt aus den Vereinigten Arabischen Emiraten – verdeutlicht nun, wie das chaotische Land immer mehr zum Spielball im internationalen Machtkampf wird.

Es geht um dubiose Sicherheitsfirmen, die einen libyschen Warlord unterstützen, geschmuggelte Hubschrauber und geplante Überfälle auf Schiffe im Mittelmeer. Die Deutsche Presse-Agentur konnte den knapp 80 Seiten langen, vertraulichen Bericht einsehen.

Mitglieder privater Militärfirmen starteten Mission

Ende Juni 2019 stiegen demzufolge mindestens 20 Personen in der jordanischen Hauptstadt Amman in eine Frachtmaschine des Typs Turboprop. Sie kommen aus Australien, Frankreich, Malta, Südafrika, dem Vereinten Königreich und den USA.

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