Mississippi-Delta: Marschland versinkt


Schwelle überschritten: Die einzigartigen Küstenmarschen im Mississippi-Delta könnten dem Untergang geweiht sein. Denn Vergleiche mit vergangenen Zeiten legen nahe, dass der aktuelle Meeresspiegelanstieg bereits einen Kipppunkt überschritten hat. Bohrkernen zufolge kann schon ein Anstieg von mehr als drei Millimetern pro Jahr ein langsames Versinken der Küstenmarschen auslösen. Diese Rate ist im Mississippi-Delta schon jetzt weit überschritten.

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Salzmarschen in Louisiana – diese Küstengebiete am Mississippi-Delta sind langfristig vom Meeresspiegelanstieg bedroht. © Torbjörn Törnqvist

Die Marschen im Delta des Mississippi sind eine einzigartige Naturregion – die sumpfigen Flächen zwischen Land und Meer erstrecken sich über tausende von Quadratkilometern an der Südküste der USA. Doch die Marschen sind bedroht. Weil der Meeresspiegel ansteigt und der Sedimentnachschub aus dem Fluss abnimmt, sind in den letzten hundert Jahren schon 5.000 Quadratkilometer dieser Marschen im Meer versunken.

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