Einschlag in tödlichem Winkel


Als vor rund 66 Millionen Jahren ein großer Asteroid auf der Erde einschlug, bedeutete dies das Ende für die Dinosaurier und eine Vielzahl anderer Tierarten. Doch woher dieser Asteroid kam und in welchem Winkel er einschlug, war bislang strittig. Jetzt liefert eine 3D-Simulationen neue Erkenntnisse. Denn sie zeigt, dass der Asteroid aus Nordosten kommend in einem Winkel von 45 bis 60 Grad eingeschlagen haben muss – nur ein solcher Impakt hätte die heute beobachtbaren Merkmale hinterlassen. Gleichzeitig jedoch war dieser Einschlagswinkel das Worst-Case-Szenario für die kreidezeitliche Lebenswelt, wie die Forscher berichten.

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Der Asteroideneinschlag vor 66 Millionen Jahren beendete die Dinosaurier-Ära (Bild: Chase Stone/ Imperial College London)

Es war eine der größten Katastrophen der Erdgeschichte und verursachte eines der fünf großen Massenaussterben auf unserem Planeten: Vor rund 66 Millionen Jahren stürzte ein mehr als zehn Kilometer großer Asteroid im Gebiet des heutigen Yucatan auf die Erde. Dieser Impakt setzte in Sekundenbruchteilen die Energie von zehn Millionen Hiroshima-Bomben frei und ließ Milliarden Tonnen schwefelhaltiges Gestein verdampfen. Die Hitze des Einschlags kombiniert mit den Schockwellen des explosiven Aufpralls könnten schon in den ersten Stunden alles Leben in weitem Umkreis vernichtet haben. Durch die großen Mengen an Schwefelaerosolen, die weit in die Stratosphäre geschleudert wurden, setzte nach der akuten Phase ein jahrelanger Impaktwinter ein: Der Aerosolschleier schluckte einen Teil des Sonnenlichts und ließ die irdischen Mitteltemperaturen möglicherweise sogar bis unter den Gefrierpunkt fallen. Mehr als 75 Prozent aller in der Kreidezeit verbreiteten Tier- und Pflanzenarten starben als Folge dieser globalen Katastrophe aus.

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