Neandertal-Gen macht Frauen fruchtbarer

Bild von Tawny van Breda auf Pixabay

Nützliches Erbe: Jede dritte Frau in Europa trägt eine Mutation in sich, die vom Neandertaler stammt. Diese archaische Veränderung führt dazu, dass diese Frauen weniger Fehlgeburten erleiden und im Schnitt mehr Kinder gebären. Denn die Mutation sitzt im Rezeptor für das Hormon Progesteron, das eine wichtige Rolle für die Schwangerschaft spielt. Dies könnte auch erklären, warum diese Neandertaler-Genvariante heute so häufig ist.

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Eine von drei Frauen in Europa hat ihren Rezeptor für Progesteron von den Neandertalern geerbt. © MPG, Igor Korchak/ iStock

Weil sich einige unserer Vorfahren mit Neandertalern kreuzten, tragen wir bis heute das genetische Erbe der Eiszeitmenschen in uns. Etwa zwei Prozent des Erbguts von Europäern stammt von den Neandertalern – und diese Gene erfüllen wichtige Funktionen: Sie stärken unser Immunsystem und unsere Virenabwehr, helfen beim Fettabbau und verleihen den Europäern ihre helle Haut. Sogar unser Tagesrhythmus könnte von diesen archaischen Genen mitbeeinflusst sein.

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