Knie im Genick: Tod eines Afroamerikaners löst Protestwelle aus


Auf den Straßen von Minneapolis fordern Hunderte Demonstranten Gerechtigkeit. Die vier in den Fall involvierten Polizisten wurden mit sofortiger Wirkung entlassen.

Die Presse

Proteste gegen Polizeigewalt REUTERS

„Ich kann nicht atmen“, fleht der Afroamerikaner George Floyd immer wieder. Doch ein weißer Polizist kniet ungerührt mehrere Minuten lang auf dem Hals des Verdächtigen – bis Floyd schließlich das Bewusstsein verliert. Wenig später stirbt er in einer nahen Klinik. Der beschriebene Vorfall, dokumentiert per Video, ereignete sich in der Stadt Minneapolis im Bundesstaat Minnesota – und verschärft die Spannungen zwischen der schwarzen Minderheit und der Polizei.

„Es sollte in Amerika kein Todesurteil sein, schwarz zu sein“, sagte der Bürgermeister von Minneapolis, Jacob Frey, in einer emotionalen Pressekonferenz. Die vier in den Fall involvierten Polizisten seien mit sofortiger Wirkung entlassen worden, erklärte Frey. Was die Videos des Vorfalls vom Montagabend zeigten, sei „in jeder Hinsicht falsch“. „Was wir gesehen haben, ist schrecklich“, sagte er. In dem Fall ermittelt inzwischen auch die Bundespolizei FBI.

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