Bundeswehr bekommt Militärrabbiner


Zum ersten Mal in ihrer Geschichte bekommt die Bundeswehr jüdische Militärseelsorger. Der Bundestag fasste einen entsprechenden Beschluss – einstimmig. Die ersten Militärrabbiner sollen noch in diesem Jahr ihre Arbeit aufnehmen.

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Ein Mann mit Kippa sitzt vor Beginn der Gedenkstunde für die Opfer des Nationalsozialismus im Deutschen Bundestag. | Bildquelle: dpa

Der Weg für jüdische Militärseelsorger bei der Bundeswehr ist frei. Der Bundestag billigte am Donnerstagabend einstimmig einen entsprechenden Staatsvertrag, den Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) und der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, bereits im vergangenen Dezember unterzeichnet hatten.

Zeichen gegen Antisemitismus

Damit können sich jüdische Bundeswehrsoldaten voraussichtlich noch in diesem Jahr an einen Militärrabbiner wenden. Bislang gab es nur eine evangelische und eine katholische Seelsorge. Die Orthodoxe Rabbinerkonferenz Deutschland begrüßte den Parlamentsbeschluss. „Gerade in dieser Zeit ist das ein wichtiges Zeichen, in der Antisemitismus, rechtsextremer Hass und Verschwörungstheorien wieder einen Nährboden finden“, teilte der Vorstand mit.

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