Scharfe Kritik für Dodo Käßmann


Wenn sie wüsste, dass die Jüngeren wieder rauskönnen, wenn die über Sechzigjährigen zu Hause bleiben, dann würde sie sich in der Corona-Krise darauf einlassen, sagt Margot Käßmann. Irmgard Schwaetzer und Henning Scherf widersprechen scharf.

evangelisch.de

Margot Käßmann erntet Widerspruch für Äußerungen zu einem Zurückstecken der Älteren in der Corona-Krise. Wenn Käßmann fordere, „die Alten sollen freiwillig auf Kontakte, also in der Konsequenz auch Besuche der eigenen Kinder verzichten, muss ich widersprechen: Das geht gegen die seelische Gesundheit“, sagte die Präses der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Irmgard Schwaetzer, am Donnerstag dem Evangelischen Pressedienst (epd) in Berlin. Der Bremer Altbürgermeister Henning Scherf (SPD) warnte davor, die Generationen gegeneinander auszuspielen. Das sei „auf eine schreckliche Weise befremdlich“.

Schwaetzer sagte, zum Lebensschutz und zur Würde des Menschen gehöre nicht nur die physische Unversehrtheit, sondern auch die seelische Gesundheit. Die werde beeinträchtigt, wenn beispielsweise Alte in Pflegeheimen abgeschottet werden.

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