Söder besteht weiter auf Kaufprämie für Verbrenner-Autos


Beim Streitthema Autokauf-Subventionen zieht der Riss sich quer durch die Lager. Der Unions-Fraktionschef ist ebenso dagegen wie der Verband der Maschinenbauer. Aber mächtige Fürsprecher lassen kurz vor dem entscheidenden Treffen nicht locker.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Neuwagen stehen auf dem Autoterminal von VW in Emden. Bild: dpa

Vor dem Spitzentreffen der großen Koalition am Dienstag, bei dem es um das Konjunkturpaket zu Belebung der Wirtschaft gehen soll, ist weiterhin eine Kaufprämie für Autos eines der großen Streitthemen.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sprach sich für eine massive Förderung der Automobilindustrie in der Coronavirus-Krise aus. „Es kann nicht sein, dass Frankreich acht Milliarden Euro für die Automobilförderung ausgibt, wir neun Milliarden für die Lufthansa – allerdings nichts für das Herzstück unserer Wirtschaft“, sagte Söder der „Welt am Sonntag“. Vom Automobil und den unzähligen Zulieferern hingen Tausende von Arbeitsplätzen ab.

Eine Kaufprämie für Autos helfe dem Klimaschutz und der Wirtschaft: „Wir nehmen damit alte Autos vom Markt und ersetzen sie durch saubere Fahrzeuge der neuesten Generation.“ Gefördert würden moderne Automobile, die weniger CO2 produzierten und die Luft sauberer machten. Zudem könne die Ladeinfrastruktur für die Elektromobilität gefördert werden, indem der Staat 50 Prozent der Kosten für private Ladepunkte übernehme, sagte der CSU-Vorsitzende.

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