Warum Australiens Tracing-App ein Flop ist


Vor mehr als vier Wochen hat Australien eine Corona-Warn-App eingeführt. Doch der Erfolg ist bisher gering. Die Gründe dafür sind vielfältig.

Holger Senzel | tagesschau.de

Auf einem Smartphone-Display ist die australische Coronavirus-Warn-App „COVIDSafe“ zu sehen.

Als „Ticket, um die Einschränkungen lockern zu können“ bezeichnete Australiens Premier Scott Morrison die Corona-App Anfang Mai. Mit einem „Sonnenschutz in der gleißenden Mittagshitze“ verglich er gar die Bedeutung der Anwendung.

Auch in Deutschland sind die Erwartungen an eine solche App hoch, hier wird sie allerdings frühestens Mitte Juni fertig sein.

Warnung an Kontakte

Über die Bluetooth-Funktion des Smartphones zeichnet die australische App namens „COVIDSafe“ Kontakte zwischen all jenen auf, die sie heruntergeladen haben – in anonymisierter Form. Wer positiv auf das Coronavirus getestet wird, kann seine letzten Kontakte über die Anwendung warnen, dass sie sich nun ebenfalls testen lassen sollten. Ohne dass er weiß, wer diese Kontakte waren und ohne dass diese erfahren, wer da positiv getestet wurde. Somit lassen sich – so die Erwartung – Infektionsketten frühzeitig unterbrechen.

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