Ökumene-Kreis bittet Papst: Bannbulle gegen Luther außer Kraft setzen


Papst Leo X. hatte 1520 Luther mit einer Bannandrohungsbulle zum Widerruf seiner Lehren aufgefordert. Im Jahr drauf exkommunizierte der Papst ihn mit einer weiteren Bulle. Diese soll nach Forderung von Theologen jetzt nach 500 Jahren wieder zurückgenommen werden.

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Evangelische und katholische Theologen haben an Papst Franziskus appelliert, die Bannbulle von Papst Leo X. gegen Martin Luther von 1521 außer Kraft zu setzen. Zugleich solle der Lutherische Weltbund Luthers Verdikt gegen den Papst als „Antichrist“ zurücknehmen, heißt es in der am Pfingstsonntag veröffentlichten Altenberger Erklärung „Versöhnung nach 500 Jahren“ des Altenberger Ökumenischen Gesprächskreises.

Beide Verurteilungen stünden nach wie vor „wie Prellböcke“ einer offiziellen gegenseitigen Anerkennung der evangelischen und katholischen Kirche im Wege, sagte der frühere Kölner Ökumenepfarrer Hans-Georg Link dem Evangelischen Pressedienst (epd). Der 500. Jahrestag der Exkommunikation Martin Luthers am 3. Januar 2021 sei ein angemessener Zeitpunkt, diesen Anstoß endgültig aus dem Weg zu räumen.

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