Präsident im Schutzbunker


Eigentlich wollte Donald Trump sich am Wochenende für einen gelungenen Raketenstart feiern lassen. Doch nun protestieren im ganzen Land Menschen gegen Polizeigewalt. Und beim Präsidenten ist von Mitgefühl wenig zu spüren.

Thorsten Denkler | Süddeutsche Zeitung

Foto: AP. Eine triumphale Rückkehr sieht anders aus: Trump am Sonntag vor dem Weißen Haus.

Es dürfte wieder eine unruhige Nacht für US-Präsident Donald Trump gewesen sein. Die Bürgermeisterin von Washington D.C. hat zwar für den späten Abend eine mehrstündige Ausgangssperre verhängt. Nahe des Weißen Hauses haben dennoch wieder Hunderte Demonstranten ihr Wut herausgebrüllt. Die Polizei setzte Tränengas ein, als Demonstranten dort ein Feuer legten. Schon am Samstag gab es Proteste. Am Freitag wurde den Mitarbeitern des Secret Service die Sache gar so brenzlig, dass sie Trump in einen Schutzbunker unterhalb des Weißen Hauses gebracht haben, berichtete die New York Times.

Trump im Schutzbunker. Nicht gerade ein Zeichen der Stärke. Eher ein Zeichen dafür, wie unvorbereitet das Weiße Haus auf die Proteste war. Dabei wollte er am Wochenende vor allem seinen großen Sieg auf dem Gebiet der Raumfahrt feiern.

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