Der Impfstoffforschung gehen die Infizierten aus

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Weltweit suchen Forscher nach einem Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus. Solche Studien sind kompliziert – und sinkende Infektionszahlen sorgen für ein weiteres Problem.

DER TAGESSPIEGEL

Ein Labortechniker hält einen Glasbehälter eines sich in der Entwicklung befindlichen, möglichen Covid-19-Impfstoffs in der Hand.Foto: Sakchai Lalit/AP/dpa

Die erste Welle der Coronavirus-Pandemie scheint abzuklingen. Was alle erleichtert, ist für die Impfstoffentwickler ein Problem. Denn die Lockdown- und Abstandsregeln in einigen Ländern könnten nach Einschätzung von Wissenschaftlern zu so niedrigen Übertragungsraten führen, dass Tests mit potenziellen Impfstoffen erschwert werden – es gibt schlicht zu wenige Infizierte, die andere anstecken könnten, um die Wirksamkeit der Impfstoffe zu überprüfen. 

Um zu aussagekräftigen Ergebnissen zu gelangen, müssen sich die Wissenschaftler womöglich auf die neuen Hotspots der Pandemie in Afrika und Lateinamerika konzentrieren. „Je erfolgreicher die Maßnahmen zur Eindämmung des Virus sind, desto schwieriger wird es ironischerweise, einen Impfstoff zu testen“, sagt der Direktor des zum US-Gesundheitsministerium gehörenden National Institutes of Health (NIH), Francis Collins.

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