Eine entlarvende Widmung


Der «Süddeutschen Zeitung» liegt ein antisemitisches Buch vor, versehen mit einer handschriftlichen Widmung, die wohl von Heinz-Christian Strache stammt.

tachles.ch

In diesen Wochen bastelt Heinz-Christian Strache, einst Obmann der Freiheitlichen Partei Österreichs FPÖ und Vizekanzler der Landesregierung, an seinem politischen Comeback: Im Herbst möchte er in der Hauptstadt Wien Bürgermeister werden, gewählt als Spitzenkandidat einer neuen Bürgerbewegung. Vor über einen Jahr hat er die Landespolitik verlassen müssen, nachdem ihn ein verdeckt aufgenommenes Video als für Korruption empfänglich hat erscheinen lassen.
Nun verringert eine ältere Geschichte seine Wahlchancen weiter. Strache, der sich nachweislich in jungen Jahren im rechtsextremen Milieu bewegte, behauptet bis anhin immer, er sei nie Antisemit gewesen. Nun berichtet die «Süddeutsche Zeitung» (SZ): Eine Widmung in einem antisemitischen Buch belege das Gegenteil. Ein Foto zeigt Straches Unterschrift und die handschriftliche Widmung, das Buch soll dem Beschenkten «Einblick in die jüdisch verworrene und machtlüsterne Gedankenwelt» vermitteln. «Als politische Elite des Landes» müssten sie – womit der Schreiber sich und seinesgleichen meint – ihre «Gegner studieren, ihre wirren Ideen erklären und diesen entgegen» treten.

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