Bistum Augsburg weitet Leistungen bei Missbrauch aus – bis 75.000 Euro


Die Bischöfe hatten sich im März auf höhere Schmerzensgeldzahlungen an Missbrauchsopfer geeinigt. Dem Bistum Augsburg geht die Umsetzung dieses Grundsatzbeschlusses jedoch zu langsam voran. Deshalb hat die Diözese nun selbst neue Regeln erlassen und die Hilfen bei Missbrauch erhöht.

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Das Bistum Augsburg bietet Opfern von Missbrauch und Gewalt im kirchlichen Kontext künftig mehr Geld an. Das geht aus einer neuen „Anerkennungs- und Unterstützungsordnung“ hervor, wie das Bistum am Dienstag mitteilte. Die Ordnung gilt demnach seit 1. Juni und soll „der Tatsache Rechnung tragen, dass Missbrauch in nicht wenigen Fällen berufliche und gesundheitliche Langzeitfolgen haben kann“. Dazu seien nun insbesondere monatliche Zahlungen vorgesehen, wenn Betroffene ihren Lebensunterhalt nicht selbst bestreiten könnten.

Betroffene erhielten jetzt individuell festgelegte Einmalzahlungen – je nach Schwere des Falls in mehreren Stufen über 25.000 Euro. Die monatlichen Zahlungen orientierten sich an den wirtschaftlichen Verhältnissen; als Gesamtbetrag seien maximal 75.000 Euro vorgesehen.

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